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Louis Spohr (1784-1859), Komponist, Violinvirtuose, Dirigent und Pädagoge, galt in der frühen Romantik über Europa hinaus als eine der bedeutendsten, richtungweisenden Musikerpersönlichkeiten.

Den Geiger rühmten viele Zeitgefährten als Widerpart Paganinis, den Dirigenten bewunderten sie, weil er als einer der ersten den Taktstock benutzte. Den Lehrer suchten Studierende aus allen Weltteilen auf.

Über seine fast 200 Schüler trug der überzeugte Demokrat Spohr auf diese Weise entscheidend zur Hebung des sozialen Ansehens des Musikerberufs bei. Als Komponist hinterließ er Opern, Oratorien, Kantaten, eine A-cappella-Messe, Symphonien, Violin- und Klarinettenkonzerte, über 100 Lieder und Kammermusik für nahezu alle Instrumente. Seine kühne, weit in die Zukunft weisende Harmonik erweist ihn als einen der wichtigsten Initiatoren romantischer Musikentwicklung. Weber, Meyerbeer, Marschner, Lortzing, Mendelssohn, Loewe, Schumann, Berlioz, Wagner, Brahms, Mahler und andere profitierten vielfach von seinen Stilmitteln. Aber die Neuerungen der »Hochromantiker« verdrängten Spohrs von etwa 1860 an als »rückwärts gewandt« empfundene Werke von der Opernbühne und aus dem Konzertsaal.

Erst nach über 100 Jahren wird der substantiell wertvolle Teil seines Schaffens allmählich wiedererschlossen.

Dieser Aufgabe widmet sich die Internationale Louis Spohr Gesellschaft e. V. (Sitz Kassel). Ihre Mitglieder sind Musiker, Musikforscher und Freunde der Musik. Die Vereinigung wurde zwar bereits im Jahre 1908 gegründet und richtete ein Museum ein.